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Liebe Leserinnen und Leser, es ist deutlich zu erkennen: die Stadt lebt seit Jahren in diesem Gesamtbereich über ihre Verhältnisse und die dargestellten Probleme haben sich inzwischen enorm vergrößert. Das Kulturhaus ist dazu gekommen, samt Posse mit dem Bühnenhaus ohne Beleuchtung. Der Stadtrat hat darüber hinaus 50 neue Parkplätze beschlossen. Planungskosten: 28.000.- Euro. Bau: ca. 275.000.-Euro. Damit dann so richtig der große Spielbetrieb mit neuem Bühnenhaus beginnen kann. Mit zusätzlichen Kosten, über die heute noch keiner redet. Und es geht weiter: Die Mehrheit des Stadtrates hat sich für den Umbau des E-Werkes entschieden. Dazu ein Auszug aus dem Abendblatt: „Eine Mehrheit des Stattrates stimmt im Juli für eine Umbauvariante. In dieser sind die Sanierung der Fassade und des Daches vorgesehen. Für den Verein Rot-Weiß Weißenfels sollen im Erdgeschoss und der ersten Etage Sanitär und Umkleideräume entstehen. Kostenpunkt: Zwei Millionen Euro. Die anschließende Diskussion war ein Paradebeispiel, wie sorglos mit Steuergeldern umgegangen wird. Da wurde nicht gefragt, ob die Stadt das Objekt überhaupt braucht und es sich leisten kann. Von dem ursprünglich vorgesehenen privaten Betreiber war an diesem Abend keine Rede mehr. Kein Wort über die künftigen Betriebskosten. Otto Klein (Bürger für Weißenfels/STATT Partei) erklärte, es gebe keine bezahlbare Sinnhaftigkeit für dieses Vorhaben und warnte vor finanziellen Folgen. Lars Brzyk (Die Linke) sagte, man müsse der IBA in Zwei Jahren etwas präsentieren. Aber wer ist dafür verantwortlich, dass außer einer bemalten Mauer und den Anfängen des Neustadtparks noch nicht viel fertig ist? Nun drängt die Zeit. Im Stadtentwicklungsausschuss ein paar Tage zuvor klang Brzyk noch ganz anders. „Das ist ein schönes Projekt, wenn wir uns es leisten können“, sagte er…. Einer Pressemitteilung aus dem Rathaus von Anfang Dezember ist ein kleiner Vorgeschmack bezüglich dessen zu entnehmen, was da auf die Stadt zukommen wird: Schwerer Vandalismus auf dem IBA-Gelände in der Neustadt. Bäume direkt über der Wurzel umgeknickt. Der Neustadtpark Neue Wiesen verkommt zur Halde für Einkaufswagen, Autoreifen und Eisenstagen. Massive Kosten für die Stadt zur Beseitigung der Schäden. Und weiter geht die Orgie: 565.000.- Euro für 120 Parkplätze mit Betonpflaster am E-Werk. Mit 26 Ja und 10 Nein- Stimmen gab es dafür am 11. Dezember im Stadtrat eine Mehrheit. OB Robby Risch machte dabei wiederholt seine kritische Meinung gegenüber dem Gesamtprojekt deutlich und Günter Oswald (CDU) erinnerte daran, dass die Parkplätze zum IBA- Projekt 2010 gehören und bis April 2010 fertig gestellt sein müssen. Das alles im Rahmen eines wahnwitzigen IBA- Projektes mit Investitionen am Rande einer permanent schrumpfenden Stadt und einem so genannten Brückenschlag zur Altstadt. Mit einem Rein und Raus des Drakena- Betriebsgeländes und anderen Ungereimtheiten. Mit Vertuschungen und Fehlplanungen in der Dammstraße innerhalb eines so genannten Stadtbalkons. Diverse Großkotzigkeiten die sich die Stadt nie leisten konnte. Beschlossen von Mehrheiten im Stadtrat, die der große Zampano organisiert hatte. Zustimmung zum Haushalt gegen Bühnenhaus. Kuhhandel zwischen den Herren Rauner und Bergmann mit öffentlichen Geldern. So lief das. Der Eine auf Suche nach Themen für eine Wiederwahl, der Andere nach dem altbekanntem Muster: Alles zum Wohle der werktätigen Bevölkerung. Am Ende leider nicht finanzierbar und Pleite. Die DDR lässt grüßen. Nichts dazu gelernt. Wir Bürger für Weißenfels waren in diesem Stadtrat leider stets in der Minderheit mit unseren Forderungen nach Beendigung dieses Wahnsinns und für einen realistischen Umgang mit den öffentlichen Finanzmitteln. Ich weiß wovon ich rede. Der Bund hatte gerade wieder einmal vor den Folgen einer riesigen Fehlverwendungsquote von Solidarpaktmitteln und der Städte- und Gemeindebund vor ausgelagerten Schulden in den Kommunen durch kommunale Wohnungsgesellschaften, Beteiligungen und Eigenbetriebe gewarnt. In Sachsen-Anhalt allein 65%. Probleme, die seit Jahren ignoriert wurden, werden sich nun rächen. Wie soll und muss ein auf diese Weise überschuldeter Haushalt konsolidiert werden? Wenn Sie diesen Artikel auf Facebook teilen möchten,
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