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[16.12.2009] Die Bevölkerung, die finanziellen Möglichkeiten, die Eigenständigkeit, die historische Innenstadt, Polizei, Ordnung und Sicherheit schrumpfen. Liebe Leserinnen und Leser, Gott sei Dank gibt es auch positive Nachrichten aus eigenem Erleben: Die Mehrheit der wirklich interessierten Bevölkerung ist trotz alledem oder gerade deshalb für die Erhaltung bzw. den Wiederaufbau der historischen Innenstadtsubstanz. Das haben nicht nur bisherige Umfragen bestätigt. Mit der „Höfischen Weihnacht“ am ersten Advent hat sich mittlerweile eine Tradition entwickelt, die es zu bewahren gilt. Der ursprüngliche Sinn liegt darin, dass engagierte Geschäftsleute ihre sonst nicht öffentlichen Hinterhöfe zugänglich machen, damit über Jahrhunderte gewachsene Idyllen präsentieren und mit ihren Beispielen deutlich machen, was so dringend erforderlich ist: In der historischen Altstadt kann man gut wohnen, arbeiten, einkehren und einkaufen. Das gilt es zu retten. In anderen Städten wurden und werden inzwischen über beispielhaftes Citymanagement aus den Rathäusern solche Möglichkeiten auch speziell genutzt, um gezielt bei potentiellen Nachahmern zu werben. Im Schlepptau mit wirklichen Experten in Sachen Finanzierung, Fördermöglichkeiten und sonstigen Ratgebern. Liebe Leserinnen und Leser, damit bin ich bei der letzten Stadtratssitzung dieses Jahres am 17.12.09. Da kochen noch einmal so richtig diverse Fehlentwicklungen in der Neustadt hoch incl. sämtlicher Nachteile, denen die Stadt permanent durch externes Management ausgesetzt ist und incl. einer daraus resultierenden Cliquenwirtschaft, der nur mit Radikalmaßnahmen beizukommen wäre beginnend in der ersten Leitungsebene im Rathaus. Die vergangenen Jahre werfen da immer noch große Schatten und ein OB allein kann das angesichts der anstehenden Problem nicht schaffen. Zumal die alten Mehrheiten im Stadtrat jede Gelegenheit nutzen, um ihm eins auszuwischen. Allen voran Jörg Riemer (FDP). Ich kann Frau Huth aus Burgwerben nur beipflichten, wenn sie dazu in einem Leserbrief an die MZ schreibt: Bei dem genannten Kollegen handelt es sich um Stadtrat Wanzke (BFW). Ein Bürger, der das immer wieder von allen Seiten und in allen politischen Ebenen geforderte ehrenamtliche Engagement geradezu vorbildlich in einer Bürgerinitiative erfüllt, soll nach Auffassung Riemers gerade deshalb aus dem demokratischen Mitwirkungsprozess ausgeschlossen werden. Unfassbar. Noch ein bemerkenswertes Zitat aus dem gleichen Leserbrief: „Wenn sich die Mehrheit der Stadträte und OB Robby Risch weiterhin den wirtschaftlichen Interessen einzelner Unternehmer beugen, wird sich die Haushaltslage nicht verbessern und Weißenfels bleibt meilenweit von einer beispielhaften Kommune für andere Städte entfernt.“ Die Tatsache, dass Risch´s Gegner ihm genau das Gegenteil unterstellen, nämlich zu wenig für Unternehmer zu tun, zeigt, in welcher Zwickmühle er sich da befindet. Nun wurde die von Jörg Riemer beantragte und von der Mehrheit des Stadtrates bestätigte (!) Befangenheit gegen Clemens Wanzke wegen dessen Mitgliedschaft in der Bürgerinitiative „Pro Weißenfels“ durch einen Widerspruch des OB zurückgewiesen- was gar nicht anders zu erwarten war- aber nun werden andere Gründe ins Feld geführt: Die Ratsmitglieder Clemens Wanzke (BfW) und Peter Kungl (CDU) und möglicherweise auch Herr Reimann (CDU) sind als Eigentümer von Grundstücken, die an das B-Plan-Gebiet angrenzen, betroffen. Aber dazu lesen Sie bitte in der Anlage. „Zweck der Befangenheitsvorschrift ist es, die auf einem Ausgleich öffentlicher und privater Interessen beruhenden Entscheidungen des Gemeinderates von individuellen Sonderinteressen freizuhalten und damit zugleich das Vertrauen der Bürger in eine am Wohl der Allgemeinheit orientierte und unvoreingenommene Kommunalverwaltung zu stärken. Es soll bereits der „böse Schein“ einer Interessekollision vermieden werden. Man kann bei solchen Urteilen und juristischen Auslegungen auch folgendes lesen: Ich bin davon überzeugt, dass hinsichtlich der „fließenden Grenzen“ von denen man da auch lesen kann, in der Weißenfelser Kommunalpolitik schon viele überschritten wurden. Nach meinen jahrelangen Erfahrungen findet hier ein quasi „illegaler Grenzverkehr“ statt, der unserer Stadt schon großen Schaden zugefügt hat. Im vorliegenden Fall kann ich das jedenfalls nicht erkennen im Gegenteil. Im Kampf gegen solche Entwicklungen wünsche ich mir in diesem Sinne weitere neue und verantwortungsbewusste Stadträte wie die Herren Wanzke und Klitzschmüller. Sie sind für mich vorbildliche Bürger für Weißenfels, obwohl sie aus unterschiedlichen Fraktionen kommen. Im Kampf gegen diverse Fehlentwicklungen besonders in der Neustadt, im Kampf gegen Ignoranz und Unfähigkeit verdienen sie unseren Respekt. Eine Analogie zum nachdenken! Es ist nicht nur Deutschlands größtes Infrastrukturprojekt, es ist auch eine der größten Planungspannen im Land. Vor wenigen Wochen hatte die Bahn die Kosten noch mit drei Milliarden Euro angegeben, jetzt sind es vier Milliarden…. Der Punkt der Kritik entzündet sich daran, wie das Projekt geplant wurde. Die hohen Mehrkosten lassen den Verdacht aufkommen, dass es das längst noch nicht war. Die jetzt veranschlagten 4,5 Milliarden sind eine taktische Zahl, weil die Partner nur bei noch höheren Kosten hätten aussteigen können das sollte offenbar vermieden werden. Nach WELT- Informationen veranschlagt die Deutsche Bahn schon jetzt 4,9 Milliarden Euro. Zufälligerweise die MZ am gleichen Tag: Wenn Sie noch mögen, dann klicken Sie die Anlagen an:
Die Anlagen werden an dieser Stelle in den nächsten Tagen mit Verweisen auf Themen wie E- Werk, Wilhelmshöhe und Seumeclub ergänzt. Artikel die hochaktuell sind, obwohl ich sie schon vor Wochen und Monaten geschrieben habe. Liebe Leserinnen und Leser, nach diesem Tabula rasa wünsche ich Ihnen einen „reinen Tisch“ zu Hause, frohe Feiertage und einen gesunden und stabilen Rutsch ins neue Jahr. Ihr Hartwig Arps Nachtrag am 28.12.09: Die oben angegebenen Anlagen (öffentliche Dokumente des Stadtrates) wurden heute gelöscht. Liebe Leserinnen und Leser, |
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