| [11.02.2009] Drogen-Drehscheibe Weißenfels Die Mitschuld der Kommunalpolitik Liebe Leserinnen und Leser, ich habe schon einiges zu diesem Thema erlebt, diskutiert, angezeigt, geschrieben. Ich sehe die Dealer in den Straßen und Gassen der Innenstadt. Ich sehe, wie Bargeld gegen kleine weiße Päckchen getauscht wird. Ich sehe das Opfer „Lilli“. Sie stand bettelnd in der Jüdenstraße. Mit ihrem Partner und ihren Hunden. Sie war eine junge, sympathisch Frau. Sie starb an den Folgen ihres Drogenkonsums. Ich sehe eines der Opfer der Beschaffungskriminalität. Eine über achtzigjährige Frau. Mit der Faust schlug ein junger Mann ihr buchstäblich ein Auge aus und raubte ihre Handtasche. Sie lag blutüberströmt im Himmelbett zu Weissenfels. Ich erinnere mich an Gespräche mit Polizisten, die in mühseliger Kleinarbeit den Dingen auf die Spur kamen und dann von der Staatsanwaltschaft ausgebremst werden mussten, weil der Rechtsstaat Deutschland sich selbst unüberwindbare Hürden aufgebürdet hat. Ein Asylbewerberheim als Beschaffungsbasis? Darf das überhaupt sein? Im Protokoll zur 24. Stadtratssitzung vom 13.07. 2006 steht unter „Einwohnerfragestunde“ u.a.: „Herr Wanzke wiederholt seine Anfragen… Darüber hinaus beschwert er sich massiv über seiner Meinung nach unhaltbare Zustände in der Neustadt. Er nennt u.a. Hunde am Feldschlösschen , offenen Drogenhandel, Übergriffe auf ältere Bürger und massive Präsens ausländischer Bürger. Die Neustadt drohe zu einem sozialen Brennpunkt zu werden. Der Oberbürgermeister wird um eine Stellungnahme gebeten, was seitens der Stadt dagegen unternommen wird. In einem Antwortschreiben des Ordnungsamtes an einen Bürger, der ähnliche Anfragen stellte ist zu lesen: „Sehr geehrter Herr Heuer,… den zuständigen Polizeidienststellen ist bekannt, dass es in Weißenfels verschiedene Schwerpunkte von Drogenkriminalität und -handel gibt, die unter anderem auch in der Neustadt zu finden sind. Eine effektive Bekämpfung … ist nur möglich, wenn die Hintermänner der Kleindealer ermittelt und dingfest gemacht werden können. Dahingehend ist die Polizei tätig und plant nach unserem Kenntnisstand im Bereich der Neustadt auch eine Ausweitung der Maßnahmen…. Liebe Leserinnen und Leser, das war vor über zwei Jahren. Die Bürger haben sich engagiert, beschwert und gewarnt. Erreicht wurde nichts. Im Gegenteil: Wir standen vor einem Abgrund- nun sind wir einen Schritt weiter. Liebe Leserinnen und Leser, hier haben wir die spezielle Weißenfelser Suppe in der das Ganze kocht: Klicken Sie bitte in meiner Startseite auf Buchtipps. Die ausgewählten Titel und die angefügten Rezensionen sind sehr lesenswert und passen zum Thema. Jürgen Roth: Ermitteln verboten. Warum die Polizei den Kampf gegen die Kriminalität aufgegeben hat. „Hochkarätige Kriminelle können in Deutschland ungehindert agieren: Mörder laufen frei herum; Menschen-, Waffen- und Drogenhandel nehmen ebenso zu wie Bandenkriege oder die Zahl der Wirtschaftskriminellen. Die Polizei hingegen kann die Kriminalität nicht mehr wirksam bekämpfen, sondern nur noch verwalten. Dahinter steckt Absicht: Die Ohnmacht der Polizei ist politisch gewollt, so das Fazit von Jürgen Roth, einem der besten Kenner der kriminellen Szene in Deutschland.“ |
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