[19.10.2009 - 2/2]
Über Presswehen, Haushalte, Stadtentwicklung und Pisa
Spontaner Nachtrag nach der Lektüre der heutigen (19.10.09) Tagespresse:
1. Zum Thema Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP und zur Haushaltskonsolidierung in Weißenfels
Wenn schon Christian Wulf von der CDU der Kragen platzt, müssen hohe Hürden des erträglichen überschritten worden sein. In Bezug auf die steuerpolitischen Vorstellungen der FDP konnte er sich nicht mehr halten: „In hohem Maße unseriös“…“realitätsfern“… “Blindflug“. Ich meine analog dazu: FDP- Riemer in Weißenfels müsste man angesichts seiner Bemerkungen zur Haushaltskonsolidierung noch ganz andere Vorwürfe um die Ohren hauen. Nachdem was heute dazu in der MZ zu lesen ist, trifft nur Peter Kungel den Kern:
„Wir stehen alle hinterm Baum und keiner traut sich hervor“ und meint damit offenbar dringend notwendige unpopuläre Entscheidungen.
2. Infarktpatient Sachsen-Anhalt
Ergänzend kann ich hier nur hinzufügen, dass dieses vertrackte Bundesland darüber hinaus an weiteren Gebrechen leidet: Schwindsucht, Kleptomanie, Verschwendungssucht, Unfähigkeit und Ignoranz. Dieses Land gehört in die Obhut anderer und hat keinen Grund seine Existenz noch zu feiern. Eine Verweigerung, den Sachsen-Anhalt-Tag im nächsten Jahr in Weißenfels durchzuführen, wäre ein mutiger und zeitgemäßer Schritt in Richtung Haushaltskonsolidierung für Land und Kommune und würde Weißenfels positive bundesweite Beachtung verschaffen.
Feiern wir bescheiden unseren 825. Jahrestag und beauftragen Michael Saro leitend mit der Vorbereitung und Durchführung. Keiner hat hier bessere Erfahrungen. Er hat schon vor 25 Jahren die 800- Jahrfeier effizient gestaltet.
3. Vor die Bäume, damit Weißenfels nicht gegen die Wand fährt!:
Die oben genannten Fragen beantworten und genannte Probleme lösen!
Das Risch- Konsolidierungskonzept vom 26.02.09 als Grundlage wieder auf den Tisch!
Schluss mit der E- Werk- Sanierung!
Die nächsten 5-10 Jahre keinen Euro mehr ins Schloss investieren!
Neues Dach, Fassade, Fenster für das Galerie- und Vereinshaus und vorerst Schluss mit weiteren Investitionen!
Schluss mit einem IBA- Projekt in dieser Form!
Anschaffung eines eisernen Besens für das Durchkehren im Rathaus!
Oder hat jemand andere Vorschläge?
Aber dann bitte radikal, denn anders wird es nicht mehr gehen!
4. „Umgang mit Bürgern ist diktatorisch.“ Zum Leserbrief von Pfarrer Hoff zu Thema Zwangszuordnungen von Gemeinden.
Ich verstehe vollkommen seine Empörung und möchte die Diskussion mit einigen Zitaten des populärsten und scharfzüngigsten Philosophen Deutschlands anreichern. Peter Sloterdijk:
„Durch Nation Building bekommt man bestenfalls demokratisch kaschierte Diktaturen mit Marktwirtschaft…Deutsche wollen müssen…Ich denke tatsächlich, dass unser geliebtes Heimatland zu einem Gutteil aus Delegationskünstlern besteht…Man lernt nur, wenn man das sichere Reservat der Unverantwortlichkeit verlassen hat.“
Damit sich der Kreis schließt, zurück zur Bildung:
Lesen Sie bitte nun den genannten Artikel aus 2002.
Ihr H. Arps
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