| [18.09.09 - Online 2/2] Über Wahlen, Namen und Programme - Über Merkel und Steinmeier bis Dr. Künzer Was damals unter Franz Josef Straus (CSU) und Karl Schiller (SPD) zustande gebracht wurde, war wie heute zwar nicht außergewöhnlich populär, doch sie bewältigten die dringend anstehenden Probleme dieser Zeit, zu denen schon damals die Sanierung eines maroden Haushaltes und die Eindämmung der Staatsschulden gehörten. Und genau das traue ich unter den aktuellen Bedingungen und Möglichkeiten auf der politischen Namen- und Farbenpalette am ehesten Leuten wie Merkel, von der Leyen, von Gutenberg, Steinmeier, Steinbrück und Gabriel zu. Merkels Absicht, die Größe der Banken zu begrenzen, um damit künftige Erpressungen auszuschließen, erscheint durch die aktuellen Realitäten zwar genauso überholt, wie Steinbrücks Bemühungen zur Begrenzung von Bonuszahlungen an Manager u.v.a. Rot-Rot wird erst 2013 ein Thema sein und Schwarz-Gelb lehne ich schon deshalb ab, weil aus einer Liste von Spenden über 50.000 Euro aus dem Bundestag und einer Meldung des „Spiegels“ klar wird, wie hier Lobbyinteressen bedient werden. Danach erhielten die Schwarz-Gelben diverse Großspenden von Banken und Finanzdienstleistern. Bei der CDU/CSU ist das schon traditionell und verwundert niemanden mehr. Die FDP-Zahlen erschrecken mich allerdings. Beispiele: 250.000.- im April von der Finanzierungsgesellschaft Substantia Die Grüne Künast nannte das ungeheuerlich und forderte die Kanzlerin auf klarzustellen, wie sie angesichts dieser Großspenden unabhängig für Deutschland regieren will. Ich kann mich da nur anschließen. Wenn ich also am Wahltag trotz aller Bedenken in sorgfältiger Abwägung mein Kreuz bei der SPD und Maik Reichel mache, dann hat das auch einen Regional- und Lokalbezug: In Magdeburg ist mir beispielsweise ein SPD- Finanzminister Bullerjahn lieber, als ein CDU-Bauminister Daehre. Darüber habe ich bereits seitenlang geschrieben. Und was Weißenfels anbetrifft, so habe ich wohl registriert, dass im vergangenen Stadtrat bei der Bewertung der Gott sei Dank zu Ende gegangenen Rauner- Ära eine Annäherung zwischen der SPD-Fraktion und der Fraktion Bürger für Weißenfels stattgefunden hat. Bei den Anderen kann man zwar teilweise hoffen, dass die Neugewählten ihre Lehren aus den vergangenen Jahren ziehen werden, wenngleich auch der Wechsel von Martin Neumann in die CDU- Fraktion deutlich macht, dass die von mir immer wieder angeprangerte Cliquenwirtschaft noch nicht überwunden scheint. Am Ende bin ich dann bei einem der größten heimischen Investoren: Er hat auch Recht mit seiner Auffassung, die Stadt könnte das Geld für die Erschließung eines Gewerbegebietes samt notwendiger Infrastruktur einsetzen. Ich füge auch hier ergänzend das hinzu, was ich seit Jahren an dieser Stelle vehement kritisiere: Schlamperei und Geldverschwendung in erheblichen Ausmaßen. Erst seit Risch gibt es ernst zu nehmende Bemühungen für ein interkommunales Gewerbegebiet. Allerdings Problem behaftet, gerade weil nicht zeitig genug damit begonnen wurde. Wie auch immer: Rauner als OB ist weg und es ist gut, dass wir Risch in dieser Funktion haben. Anlaufprobleme werden überwunden. Bei deren Bewertung mögen Kritiker bedenken, dass er immer noch ohne Beigeordneten auskommen muss. Wie wichtig gerade dieser Punkt in der heutigen Zeit ist, zeigt die Tatsache, dass beispielsweise in Zeitz nach einschneidenden Lehren diese Funktion inzwischen mit jemandem besetzt ist, bei dem ausdrücklich die Chemie zum Chef stimmt. Über die Chemie im Weißenfelser Rathaus will ich mich hier nicht auch noch auslassen. Abschließend möchte ich an die Initiative „Wir für Weißenfels“ erinnern, die 2004 von Hartwig Arps |
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