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(Rat)losigkeiten Wer als offener, unabhängiger und interessierter Weißenfelser Bürgernähe sucht, der weiß, was die Masse denkt und fühlt. Die Unzufriedenheit in allen sozialen Belangen wächst, Unternehmer in allen Bereichen haben es immer schwerer, bestehende Arbeitsplätze zu halten, geschweige neue zu schaffen. Wer einen Arbeitsplatz hat, lebt in Angst ihn zu verlieren. Die wenigen Ausnahmen in Form von größeren Betrieben, die mit allen Mitteln Arbeitsplätze halten und neue schaffen wollen, ändern wenig am Grundproblem. Sie zahlen beträchtliche Gewerbesteuern in ein Stadtsäckel, das wiederum zu viele Löcher hat, weil die Führung der Stadtverwaltung nicht mit Geld umgehen kann und deshalb aus den Schulden nicht rauskommt. Ein neuer Akt in diesem Trauerspiel steht bevor: Am 24. 05. findet eine Sitzung des Stadtrates zum Thema IBA 2010 statt.Wer wie schon mal mit einer "Sondersitzung" zum Zwecke einer offenen Diskussion um alle Vorder-und Hintergründe rechnet, wird schon mit einem Blick auf die Tagesordnung enttäuscht sein. Der von der Fraktion Burger für Weißenfels eingereichte Beschlußvorschlag wird schon nicht mal mehr erwähnt. Am Ende wird wieder beschlossen, was schon lange vorher über diverse Vertstrickungen auf Abwege geriet.( Lesen Sie bitte in meiner letzten Ausgabe darüber) Das alte Strickmuster hat mal wieder gegriffen: Diskussionen so lange verhindern, bis die Sache gefressen ist. Der Rest wie gehabt. Die Möglichkeit einen Schlußstrich unter eine Kette von Fehlentwicklungen zu ziehen, bevor noch mehr Mittel verschleudert werden, bleibt wieder mal auf der Strecke. Den Nutzen werden - wie bei diversen anderen Projekten - die Planer und Projektentwickler haben. So sind nun mal leider die derzeitigen Mehrheiten. Nun kommt zu allen Übeln auch noch der Landtagswahlkampf dazu. Politschauspieler besuchen sich gegenseitig und hauen sich und der Öffentlichkeit die Taschen voll. Die Wahrheiten kommen nach der Wahl. Was da beispielsweise gegenwärtig zur Stadtentwicklung und zum Umgang mit Finanzmitteln und Fördertöpfen so rausgehauen wird, spottet jeder Beschreibung. Am Ende wird Weißenfels noch zur Musterstadt erklärt, von Leuten, die diese Stadt auf der Stelle zur kunftigen Kreisstadt erklären müßten und könnten, wenn sie ihrem eigenen Gerede glauben würden.Wir leben weiß Gott in keiner Musterstadt und werden verdammt schlecht regiert, aber den von Magdeburg festgelegten Formalkriterien entspricht Weißenfels trotzdem besser als Naumburg. Für Weißenfels sprechen darüber hinaus noch die besseren objektiven Potentiale. Damit bin ich wieder bei der o.g. Bürgernähe. Die Bürger müssen aber auch mehr Politikernähe suchen und sei es, um ihn am Ende quasi mit dem Stimmzettel zu ohrfeigen. Für uns Weißenfelser sollte es für die bevorstehende Landtagswahl ein klares Kriterium geben. Wird auf eine solche Art Naumburg Kreisstadt , dann wird jeder, der dem zugestimmt hat, nicht gewählt. Erkunden wir selbst, wer nur Pseudolokalpartiot ist und am Ende die Trostrunde mit einer verdächtig hohen Ministerdichte fährt, um den Massen als Gegenleistung einen Lolli in den Mund zu stecken und ein fleißiges Bienchen anzuheften. Nichts gegen fleißige Bienchen - aber Alles gegen Massenverdummung. |
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