Liebe Leserinnen und Leser,

unter dieser Rubrik hatte ich mich bereits im Komplex der Wahlkampfausgabe geäußert und will mich diesbezüglich nicht wiederholen.

Inhaltlicher Schwerpunkt meiner Berichterstattung war bisher, mangels erkennbarer wirklich positiver kommunalpolitischer Ansätze in wesentlichen Themenfeldern, Kritik und daraus resultierende Vorschläge und Handlungsempfehlungen an die Kommunalpolitik und die Einwohnerschaft meiner Heimatstadt abzuleiten. Ursache war die immer wieder zitierte mangelnde Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz bei denen, die dazu eigentlich verpflichtet sind. Aus der Sicht meiner langjährigen Erfahrungen als Stadtrat und einer permanenten und sehr zeitintensiven Analyse der massenhaft vorgelegten Unterlagen und Dokumente habe ich damit Öffentlichkeitsarbeit betrieben, wie ich mir sie vorstelle und wie sie von einer überwiegenden Mehrheit der Leserschaft begrüßt wird.

Die Besonderheit der aktuellen Situation besteht nun darin, dass mit dem neu gewählten Oberbürgermeister Robby Risch nun endlich Kommunalpolitik auf realistischer Grundlage gestaltet werden kann, andererseits im Stadtrat Mehrheitsverhältnisse bestehen, die diesem Wahlergebnis widersprechen. Bürger für Weißenfels stehen im Stadtrat einer nominalen Überzahl aus den Fraktionen gegenüber, die mit ihren jeweils angetretenen Kandidaten bei der
OB-Wahl durchgefallen waren.

Das bedeutet zunächst erst einmal nichts Negatives für unsere Stadt, denn alle Kandidaten waren ja gegen Rauner und seine Politik angetreten und wollten es besser machen.
Eigentlich gute Voraussetzungen für eine sowieso kritische aber auch konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Stadt.
Wenn- ja wenn sich da nicht die Unterlegenen als schlechte Wahlverlierer in der nun inzwischen überall bekannten Form präsentiert hätten und sich scheinbar nicht beruhigen wollen.

Der neue OB hat allerdings gute Möglichkeiten als Chef der Verwaltung durch wirksame Veränderungen in Sachen Struktur und Aufgaben der Stadtverwaltung das bisherige Konfrontationspotential im Stadtrat wesentlich zu entschärfen. Ganz einfach dadurch, dass er die Forderungen und Empfehlungen des Landesrechnungshofes in der Verwaltung umsetzt.

Darüber hinaus werden sich die Verhältnisse im Stadtrat auch durch die Wahl 2009 verändern. Der Wahlkampf dafür ist eigentlich schon im Gange.

Da bin ich auch wieder bei der Presse. Es kann nicht gut sein, wenn die wichtige Aufgabe der Bürgerinformation, was Weißenfels anbelangt, der Vormachtstellung des Mitteldeutschen Druck- und Verlagshauses mit der Mitteldeutschen Zeitung und der Tochtergesellschaft Wochenspiegel überlassen bleibt. Die stetig rückläufigen Abo-Zahlen der MZ Weißenfels sprechen hier eine eigene Sprache.

Um solche Lücken zu schließen, mache ich mit meinen Mitteln weiter.
Ich bitte Sie in diesem Sinne um Ihre Mitarbeit. Als Leser und Mitgestalter und als Bürger für Weißenfels.

Im Sinne einer laufenden Aktualisierung und Weiterentwicklung - Ihr Hartwig Arps

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