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Wahl-Verweigerung und Wahl-Entscheidung
Der Begriff „Propaganda“ wird in letzter Zeit mehrfach von den „Unverbesserlichen“ verwendet.
Damit versucht man scheinbar die demokratische Meinungsvielfalt zu beschreiben. Mir in Erinnerung ist dieser Begriff aus Zeiten des „Schwarzen Kanals von und mit Karl Eduard von Schnitzler“. Die ewig Gestrigen die in der DDR eine Rolle im Regime vertraten , können und werden sich wohl nie an einem demokratischen System wie der Bundesrepublik Deutschland gewöhnen. Wie auch. Da bekanntlich Schulbildung eine entscheidende Rolle im Leben eines Menschen spielt, dürfte wohl auch unstreitig sein, dass Menschen die bildungspolitisch in der DDR geprägt wurden, sich nur schwer in demokratische Denkmuster einfügen können. Je älter die Menschen am 11. November 1989 waren und je näher sie dem System der DDR standen, umso schwerer ist und war der Umdenkprozess in ein demokratischmarktwirtschaftlich orientierten Rechtsstaat. Obwohl nun fast 20 Jahre vergangen sind und man bisher den Eindruck hatte alte Denk- und Handlungsweisen gehören der Vergangenheit, muss man enttäuschend zur Kenntnis nehmen, dass dies eine Fehleinschätzung war. Offene und ehrliche Auseinandersetzung kann man eben gerade von den oben genannten nicht erwarten. Lügen, Betrügen, denunzieren wo man geht und steht. 20 Jahre wurden in Weißenfels Entwicklungen verschlafen und in Projekte das Geld der Bürger falsch investiert. Doch die Behauptung der bisher Verantwortlichen rotzfrech „dass sei doch alles falsch“! Der Sumpf im kommunalpolitischen Dasein ist mittlerweile tiefer denn je und völlig unüberschaubar geworden. Eine Mischung aus „Alt-Kadern“ und „zugereisten Wesis“ die „drüben“ niemand mehr haben wollte. Und zwischen all denen leider auch Menschen denen man mit einem Generalverdacht unrecht tut. Menschen die zurecht aufgrund ihrer Qualifikation in beruflichen Positionen sind, sich aber dieser oben beschriebenen Mischung unter ordnen müssen. Solange die Menschen Demokratie als „Wahl-Verweigerung“ verstehen und nicht lernen das gelebte Demokratie auch eine „Wahl-Entscheidung“ ist, wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Denn mit sinkender Wahlbeteiligung wird der Machterhalt der „Unverbesserlichen“ weiter stabilisiert.
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