Leserbrief vom 31.5.2008 an die MZ

Schlägt man die MZ auf könnte man denken,es ist noch Wahlkampf. Die Wähler und die Bürger fragen sich, was dies alles soll. Ist das der Rachefeldzug der CDU und die Bestrafung der Wähler? Geht es um das wohl der CDU und des noch amtierenden OB oder um das Wohl von Weißenfels?

Wie äußerte sich doch der OB, Herr Rauner, am Wahlsonntag: "Na klar bin ich enttäuscht, aber das ist Demokratie." Ich wünsche mir, dass man zur sachlichen Arbeit übergeht und nicht wie seit Tagen in der MZ zu lesen ist, Wahlergebnis verhindert Saftpresse und Millionen gehen der Stadt, verloren.

Die Geschäftsführer von der CK-Gruppe und der WHG sollten sich mit dem neuen OB, Herrn Risch, an einem Tisch setzen. Das beste Beispiel lieferte doch das Tönnies-Unternehmen, wo der neue OB auf das Unternehmen zukommen will. Der Geschäftsführer, Herr Dierkes, äußerte sich u.a.,"wir wünschen uns einen sachlichen und zukunftsorietierenden Dialog."Treffender konnte diese Aussage nicht sein.
Den neuen OB geht es genau so um Arbeitsplätze und um Kontinuität in Weißenfels.
In Weißenfels ist so viel verloren gegangen wie, Verlust des Kreisstadt-Status, ICE-Anbindung, der Sitz der Kreissparkasse usw.

Für ein starkes Weißenfels unter der Führung des neuen OB, sollte sich die Wirtschaft ihrer Verantwortung bewusst sein.

Rainer Pfannenschmidt


Leserbrief an die MZ zum Artikel vom 31.5.2008 „Investition platzt in Weißenfels“

Auf was für einem Fundament ruhte die unternehmerische Entscheidung für Weißenfels? Gerade zwei Wochen ist es her, da hatten sich die Bürger von Weißenfels für Robby Risch als neuen Oberbürgermeister entschieden. Der „Neue“ hat noch nicht einmal sein Amt angetreten, da zieht sich der Unternehmer Heinemann demonstrativ aus der Stadt zurück. Begründung: „Das wirtschaftspolitische Klima stimme nicht mehr“. Merkwürdig, dass Robby Risch als Diplom-Betriebswirt und aktiver Unternehmensberater das wirtschaftspolitische Klima verstimmt. Ist das nicht ein wenig voreilig?

Das Unternehmen, dass 10 Mio. Euro investieren will, zieht sich innerhalb von nicht einmal zwei Wochen aus Weißenfels zurück, verlagert sein Projekt nach Apolda. Auf was für Füßen steht ein solches Vorhaben, eine solche Investition?. Auf einem? Dem vom noch amtierenden OB Rauner?

Die Beobachtungen hinterlassen Fragen. Werden da Städte gegeneinander ausgespielt? Wurde Herrn Heinemann neben der „normalen“ Wirtschaftsförderung vielleicht noch anderes versprochen? Hat da jemand kalte Füße bekommen? Denn das Motto des kommenden Oberbürgermeisters heißt: offen – ehrlich – transparent.

Werner Ehrich, Kleinkorbetha


Leserbrief an die MZ zum Beitrag „Wahlergebnis verhindert Saftpresse“ vom 26.05.2008

Wieder einmal wird auf den Schultern der Arbeitslosen Polemik betrieben. Wo waren diese Argumente vor der Wahl? Wenn es Herrn Künzer wirklich um Weißenfels geht, warum sieht er den politischen Wechsel nicht auch als Chance, trotz dass er im Wahlkampf auf das verkehrte Pferd gesetzt hat.

Auch gewinnt man den Eindruck, in Weißenfels gibt es keine objektive Planung. Offensichtlich geht es nur darum, wie etwas für die Wirtschaft passend gemacht werden kann und nicht, ob es Standort- und Umweltverträglich bzw. finanzierbar ist. Während die Verwaltung die Bauleitplanung in der Käthe-Kollwitz-Str. wieder einmal als für den Investor kostenlosen Angebotsplan behandelt, spricht Herr Künzer nun davon, dass bereits diverse Vermessungen veranlasst wurden. Warum er dann mittels vorhabensbezogenem Bebauungsplans nicht an den Planungskosten gemäß Baugesetzbuch beteiligt wird, bleibt unbeantwortet. Der wahre Wirtschaftsverhinderer ist die Stadt mit ihrem Stadtentwicklungsamt, welches über Jahre versäumte, selbige Bauleitplanung zu vollenden. So fehlen bis heute die Voraussetzungen für Gewerbeansiedlung und sind Grund dafür, dass bereits vorige Investoren ihre deutlich innovativeren Planungen nun an anderer Stelle realisieren.

Eine planerische Entscheidung nur von einem Bürgermeister abhängig zu machen, verdeutlicht einmal mehr, wie und wer in Weißenfels in der Vergangenheit Politik machte. Vom Mann der Wirtschaft nicht zur Marionette selbiger zu werden erfordert ein starkes Rückrat. Keine noch so eiligst in den Raum geworfenen Arbeitsplätze rechtfertigen den Ausbau zur Industriekläranlage auf den Schultern der Bürger. Dies gilt ganz besonders dann, wenn der Standort ungeeignet ist und der bereits verschuldete Zweckverband eine solide Finanzierung des mittlerweile im zweistelligen Millionenbereich angesetzten Ausbaus nicht nachweisen kann.

N. Reppin


Leserzuschrift an die MZ zum Beitrag "Wahlergebnis verhindert Saftpresse"
vom 26.05 2008

Was da in großen Lettern auf der Lokalseite am Montagmorgen sofort ins Auge stach, konnte einem nach näherem Betrachten die Zornesröte ins Gesicht treiben. Es offenbarte sich hier ungeschminkt, wo in den letzten Jahren die eigentliche Kommunalpolitik in Weißenfels gemacht wurde. Das war offensichtlich nicht im Rathaus !!!

Kam doch in diesem Beitrag ein Mann zu Wort, der hier seinen ganzen Frust über die Fehlinvestition seiner tausenden von Euros Wahlbeihilfe für den alten OB in den Sand gesetzt sah. Eines Mannes, der nie müde wurde, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Freundschaft zu seinem „ Freund Manfred“ zu beschwören. Nun sitzt der Schock tief, dass ein demokratisches Wahlergebnis ihm den Spiegel vorhält, dass er auf das falsche Pferd gesetzt hat. Was resultiert daraus? In alter, bereits bekannter Manier, wird hier versucht, eine Rufmordkampagne zu starten.

Der neue Amtsinhaber ist noch nicht ins Amt eingeführt, und schon weiß Herr Künzer, wie sich dieser gegenüber der Industrie verhalten wird. „ In Weißenfels werde ich nicht weiter investieren !!! „ so tönt es aus der Langendorfer Straße. Ja, wo soll es denn sonst sein ? Ist die Kommune ihm denn bis jetzt nicht schon entgegengekommen und hat Tür und Tor für seine künftigen Investitionen geöffnet?

Oder hat er vor der Wahl mit gezinkten Karten gepokert und noch anderswo ein Ass im Ärmel? Das würde Bände sprechen und den Charakter der sogenannten „Investoren“ voll offenbaren Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt „ steht schon im Erlkönig von Goethe und zeigt in diesem konkreten Fall die „Totschlagsmentalität“ eines Investors.

Den Menschen beurteilt man nach seinen Taten. Herr Künzer weiß als Hellseher schon heute, wie der neue Amtsinhaber an seine Arbeit gehen wird. Ein gottbegnadeter Mensch !!!

Wünschen wir, als Wähler und Bürger von Weißenfels, dem neuen Amtsinhaber alles Gute und viel Erfolg in seiner zukünftigen Arbeit, auf dass er sich durch solche erpresserischen Äußerungen in seiner auf ihn zukommenden Tätigkeit nicht beeinflussen lässt. Wünschen wir ihm, dass nach Jahren endlich in Weißenfels die Kommunalpolitik vom Kopf auf die Füße gestellt wird und sich neue demokratische Mehrheiten ergeben, dass die Stadt wieder ein Stück der Bedeutung zurück erlangt, die ihr in den letzten 18 Jahren verloren gegangen ist.

Hans- Joachim Stehlik
Weißenfels, 26.05.2008

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